2004 - Gartenfestival Landshut



Themengärten

Am Anfang ist ein Garten nicht mehr als ein Raum voller Ideen und Träume. Eine Sehnsucht nach Farben, Gerüchen, Blüten und Mustern. Um dieses Traumbild legt sich mit der Zeit der Rahmen des Möglichen. Die Form, in die sich der Gartenarchitekt fügt, besteht aus der Landschaft, in die er seinen Garten legt, aus dem Klima und der Beschaffenheit der Erde, in die er seine Pflanzen setzt. Der Gartenplaner ist frei, den Grundton zu wählen, in dem sein Garten erklingen soll. Er wählt den Rhythmus, in dem Licht und Schatten aufeinander treffen, das Zusammenspiel von Gerüchen und Farben, von Blattwerk und Blüten.
In diesem Licht gesehen, wird aus der Arbeit im Garten ein Kunsthandwerk, ein Spiel mit Regeln, innerhalb derer sich der Garten entwickelt. In einem Garten ist nie alles möglich, deshalb ist das Ziel des Gärtner auch nie die Annäherung an das Unmögliche, sondern er macht das äußerst Mögliche zum Ideal.

Gärten hatten schon immer eine große Bedeutung und Faszination auf die Menschen ausgeübt. Man denke an die Klostergärten, in denen Kräuter zur Gesunderhaltung der Menschen angebaut wurden, die Bauerngärten, die Lustgärten, Labyrintgärten, der hängende Garten der Semiramis (Babylon), um nur einige zu nennen. Man könnte die Liste beliebig lange fortsetzen um festzustellen, dass Gärten für die Menschen schon immer zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität beitrugen. Auch heute sind Gärten wichtiger denn je und manch moderne Gartenarchitektur lädt zum Verweilen und Nachdenken ein.

So stellten sich angehende Landschaftsarchitekten der Fachhochschule Weihenstephan unter Leitung von Prof.Dipl.Ing. Hermann Brenner dem herausfordernden Thema "Gärten der Fantasie- einst und heute" und setzten ihre Gedanken in kreative Gärten mit unterschiedlichen Materialien um. Unterstützung bei der Ausführung durch die Fa. Englhardt Gala-Bau.

Für Veranstaltungen entstehen oft über Nacht temporäre Bauten, die ebenso schnell wieder abgebaut werden. Es sind Orte zur kurzzeitigen Nutzung.

In einem zweitägigen Workshop, wurden im Januar die Ideen in Entwürfe, Pläne und Modelle umgesetzt.

Das Projekt beschäftigte sich mit der Architektur dieser Orte, mit deren Anforderungen und Baustoffen, sowie der Gestaltung. Die zur Ausstellung aufgebauten Gärten waren Solitäre im Burggraben, isoliert und beschäftigten sich mit verschiedenen Themen, gaben Anregungen, hinterfragen Probleme und machten auch Lust zur Benutzung.


Die Themengärten unterlagen der Bewertung der Besucher. Die ersten drei Architekturstudenten mit den meisten Besucherstimmen erhielten Preise im Wert von 1.000 €, 500 € und 250 €.


Hier die drei Gewinner:

PLATZ 1: PLATZ 2: PLATZ 3:
Insel-Garten Garten-Spiele Bier-Garten
"Insel-Garten"
Susanne Irsch / Silvia Frank
Wer hat ihn nicht, den Traum von der einsamen Insel, wo man einfach nur in der Sonne liegen und beim Rauschen der Wellen träumen kann? Eine kleine Insel in einem Meer von Blüten, ein Ort zum träumen und um seine Fantasie beim Wellenrauschen auf die Reise zu schicken, das soll er sein - unser Inselgarten.
"Garten-Spiele"
Björn Vogel
Dieser Schaugarten stellt eine Karikatur eines typischen Hausgartens dar.
Vor- und Hausgärten - immer das gleiche Bild. Grüne Wiese, ein Baum, meist Nadelbaum der früher oder später zum Problem wird. Warum ist das so? Die häufigsten Gründe sind Zeitmangel und "Ich weiß nicht was ich machen soll!"Es gibt so viele Möglichkeiten. Fachleute helfen gerne weiter.
"Bier-Garten"
Maret Finkbeiner
Willkommen im Schlaraffenland der Bayern!Von einer blau-weiß blühenden Wiese verführt, betritt man den Biergarten über einen kleinen Holzsteg, der über den Senfsee führt. Weißwurst-Palmen und Kletter-Brezen laden zur Schlämmerstunde ein. Jetzt fehlt nur noch ein kühles Bier.
mmmmmmm
Insel-Garten Garten-Spiele Bier-Garten


Folgende Orte der Fantasie nahmen ebenfalls am Wettbewerb teil:

Stein-Garten Stein-Garten"Stein-Garten"
Ulrike Bruns
Blühender Garten und toter Stein, Wachstum und Unveränderlichkeit, Bewegung und Starre, bunt und grau, weich und hart, Schönheit und Langeweile, Lebendigkeit und Endlosigkeit, warm und kalt. Der Steingarten lebt durch die Menschen, die ihn verändern. Die Veränderung entsteht durch die verschiedenen Interpretationen, Verknüpfungen, Assoziationen und Fantasien des Einzelnen.
Utopien-Garten Utopien-Garten"Utopien-Garten"
Bettina Sedlaczek
'Eine Unwirkliche, trostlose und tote Welt.' Zukunft oder Utopie? Eine Felsenlandschaft, karg und farblos. Inmitten dieser Welt stehen drei abgestorbene Bäume. Ein Lichtblick -Glasscherbenketten werfen Lichtreflexe auf die Felsenlandschaft. Eine Erlebnislandschaft für Kinder und ein Ort der Besinnung für Erwachsene. Vielleicht Gedanken über die Zukunft unserer Umwelt?
Hängende-Gärten Hängende-Gärten"Hängende-Gärten"
Katharina Schubert
"Bäume sind Gedichte, die die Erde in den Himmel schreibt."Khalil Gribran.
An alle Wolkenreiter und Himmelsläufer, kommt auf die Reise in eine verkehrte Welt!Weiße Wolken unter den Füßen, Baumwipfel zum anfassen. Man muss nicht fliegen oder hoch klettern können, um den Baumwipfeln einmal ganz nahe zu sein.
Sphären-Garten Sphären-Garten"Sphären-Garten"
Karoline Schaer
"Nicht wissend, was dich am Ende des Tunnels erwartet..." Warmes Licht aus Feuerfarben umhüllen jenen, der durch diesen Weidentunnel geht. Gespannt gelangt man auf eine Lichtung. Dort lädt eine Bank t zum verweilen ein. Nimmt man dieses Angebot, so versetzen außergewöhnliche Klänge den Geist in eine andere Welt.


Die Themengärten unterlagen der Bewertung der Besucher. Die ersten drei Architekturstudenten mit den meisten Besucherstimmen erhalten Preise im Wert von 1.000 €, 500 € und 250 €.


Die GewinnerAuch die Besucher konnten dabei gewinnen:
  1. Preis: Sitzplatz aus Naturstein im Wert von 1.000 € gewann
    • Robert Neuwirth aus Landshut
  2. Preis: Gartenbank im Wert von 500 € gewann
    • Elisabeth Räder-Utting aus Landshut
  3. Preis: Hausbaum im Wert von 250 € gewann
    • Anita Eder aus München
  4. Preis - 10. Preis: verschiedene Gartenbücher gewannen
    • Resi Meier, Hohenthann
    • Ilse Schlotterbeck, Dingolfing
    • Jutta Hielscher, Landshut
    • Patricia König, Mainburg
    • Adrian Müller, Essenbach
    • Christel Engelhardt, München
    • Herbert Bronder, Ergoldsbach
Die Preisträger wurden am 20. Juni 2004 um 17.00 Uhr im Gartenfestival bekanntgegeben.



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